Jede Zeit hat ihre eigenen Vorstellungen vom guten Leben und Arbeiten. 

Das Laboratorium von Justus von Liebig galt zu seiner Zeit als angemessen sicher. 

  • Doch was wusste man damals über toxische, krebserregende, fruchtschädigende oder erbgutverändernde Stoffe? 
  • Oder über infektiöse biologische Arbeitsstoffe? 
  • Wer kannte die Konzentration derjenigen Stoffe in der Atemluft des Labors, die beim Menschen irreversible Gesundheitsschäden hervorriefen oder sein Leben akut bedrohten?    
Das, was wir heute darüber wissen, hat einen völlig anderen Typ des "Arbeitsplatzes Laboratorium" hervorgebracht.

 
Dies ist für N&N eine wichtige Prämisse bei der Laborplanung.

Das Laboratorium von heute ist ein hochtechnisierter Arbeitsplatz, der selbst wiederum fest in das ausgefeilte System der betriebs- und haustechnischen Anlagen eines Laborgebäudes eingebunden ist.

Die Werkbänke stehen oft frei im Raum, werden häufig von drei Seiten (oben, hinten und unten) mit Medien versorgt und tragen selbst wiederum ausgeklügelte Versuchsaufbauten.

Ein neu erbautes Laboratorium strahlt oft die aseptische Sauberkeit eines Operationssaals aus, ohne diesen Anspruch wirklich zu haben.

Das liegt natürlich an der klaren Anordnung von Flächen und Funktionen, an der noch unbenutzten Einrichtung sowie am Fehlen des Chaosfaktors Nummer 1 im Labor, nämlich des Menschen.
Bei N&N sehen wir das Labor als System.

Das Labor ist ein soziotechnisches Arbeitssystem, weil sich darin später der Mensch und die Technik aufs Innigste einer nutzbringenden Symbiose hingeben werden.

Es ist ein offenes System, weil z.B. jedes Laboratorium mit einer großen Zahl von Medien verbunden ist (spezielle Gase, elektrische Energie, Zu- und Abluft, Wasser und Abwasser, Licht, Telekommunikation, Rechnernetz usw.). 

Und es ist ein dynamisches System, weil der Output der Arbeitsergebnisse auch den Input und die Zustände der Systemelemente innerhalb des Labors beeinflusst.
 
Und so bilden alle Laboratorien mit ihren vernetzten Anschlüssen an die Ver- und Entsorgungseinrichtungen des Laborgebäudes letztlich eine gigantische und komplexe Maschinenanlage mit einer relativ einfachen umschließenden Gebäudehülle.
 
 Oft stellen Planer N&N die Frage: Wie sicher kann ein Arbeitsplatz im Labor überhaupt sein? Unsere Antwort ist dann meistens: Höchstens so sicher, wie das Laborgebäude es zulässt.

Tatsächlich gibt es bestimmte baulich-technische Vorleistungen an Sicherheit, die ein  Laborgebäude mitbringen muss.

Die Laborrichtlinen DGUV-Information 213-850/851 bringen es mit zwei knappen Sätzen auf den Punkt:

"Wegen der großen Vielfalt an verschiedenen Tätigkeiten mit verschiedensten Gefahrstoffen, wird im Labor ein intrinsisches Sicherheitskonzept durch den Bau, die Einrichtung, die Verfahren, den Betrieb und die Geräte verfolgt. .......

....Das intrinsische Sicherheitskonzept schafft eine umfassende Grundsicherheit für alle üblichen Einsatzbedingungen im Labor."

--> Priorität für Laborsicherheit in Laborgebäuden !!

Selbstverständlich muss bei N&N im Mittelpunkt der Laborsicherheit immer der Mensch stehen.

Man muss sich immer wieder in Erinnerung rufen: Warum benötigen wir intrinsisch sichere Laboratorien? Natürlich wegen der Menschen, die dort arbeiten.

Menschen - auch gut unterwiesene, geschulte oder trainierte - machen Fehler. Die durch das intrinsische Sicherheitskonzept der DGUV-Information 213-850/851 erzielte Grundsicherheit erlaubt dem Menschen bei der Arbeit im Labor, auch leichtere Fehler ungeschädigt zu überstehen oder zu überleben.
 
N&N erkennt die Bedeutung der Eigensicherheit von Laborgebäuden:

Wir stellen in den letzten Jahren eine steigende Tendenz zur Alleinarbeit im Labor fest.
  • Die Anzahl und die Verschiedenheit der Tätigkeiten, die eine einzige Person im Labor auszuführen hat, wachsen sprunghaft an.
  • Ständige Arbeitswechsel erfordern dann die Konzentration dieser Person immer wieder aufs Neue. 

In solchen Situationen sind Labormitarbeiter froh, wenn sie sich nicht auch noch um die Kompensation einer ungenügenden baulich-technischen Grundsicherheit im Labor bemühen müssen.

Im Rahmen des intrinsischen Sicherheitskonzepts für ein Laborgebäude misst N&N modernen Labor-Lüftungskonzepten eine herausragende Bedeutung zu.

Die durch hohe Luftwechselraten erzielte Verdünnung der Gefahrstoffkonzentrationen tragen entscheidend zu einem entspannteren Umgang mit Arbeitsplatzgrenzwerten im Labor bei.

Die Verbannung wirklich gefährlicher Arbeiten in Laborabzüge mit noch höheren Luftwechselraten ist ein unverzichtbarer Bestandteil dieser Lüftungskonzepte.
  
Gleiches gilt für die Absaug-Einrichtungen, die z.B. an der Gefahrstoffquelle oder zur technischen Lüftung von Lösemittel- oder Gasflaschenschränken eingesetzt werden können. 

Die Anordnung von Lufteinlässen, Labormöbeln und Abzügen hat großen Einfluss auf die möglichst vollständige Durchspülung des gesamten Laborraumes mit Luft.
 
 Auch wir bei N&N finden, dass das STOP-Prinzip eine höhere Sicherheit im Labor bietet als das TOP-Prinzip.

Gegen Explosionen im Labor hatte man sich noch bis in die 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts mittels sekundärer und tertiärer ExSchutz-Maßnahmen gewappnet.

Heute sorgen die fortgeschrittenen Lüftungskonzepte im Labor auch dafür, dass der präventive primäre Explosionsschutz frühzeitig die Entstehung einer gefährlichen explosionsfähigen Atmosphäre verhindert.
Eine weitere stürmische Entwicklung verfolgt N&N seit Jahren im Bereich des Labor-Equipments, der Apparate-Technik und der Laborautomatisierung.

Im  Labor beginnen sich in Racks vielseitig nutzbare Plug-In Units zu türmen, die einen riesigen Strombedarf haben und entsprechend hohe Abwärmemengen erzeugen.

Der Mensch und die komplexe Laboratorium-Maschine verwachsen hier zu einem kybernetischen Laborsystem, dessen Endstadium noch längst nicht erreicht ist.
 
 N&N sucht mit seinen Kunden immer nach Lösungen, die dem Menschen im Labor weitgehend gerecht werden.

Sicherheit im Umgang auch mit erhöhten Risiken ist planbar und - falls hinreichend sorgfältig geplant - auch erreichbar.

Trotz aller Technik und Technologie im Labor bleibt der Mensch auch der anspruchsvolle anthropometrische Nachfrager im Labor: Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist auch im Laboratorium ein leistungsfördernder Faktor. 

Somit ist der Anspruch von N&N bei der Planung von Laborgebäuden, dass die Arbeitsplätze im Labor eine hohe intrinsische Sicherheit aufweisen und die Leistungsfähigkeit und den Leistungswillen der Labormitarbeiter durch ergonomische Arbeitsbedingungen nicht behindern.

N&N Credo


Eigensicherheit ist planbar und kein Hexenwerk.

Nachhaltige Sicherheit will aber gut geplant und umge-setzt sein.

N&N ist Ihr Partner für sicherheitsrelevante Planungen.

 

Wer etwas will, findet Wege. 
Wer etwas nicht will, findet Gründe.